Teneriffa

Allgemeine Informationen
Teneriffa ist die größte Insel der Kanaren und wird durch den Teide und die Caldera von Las Canadas geprägt. Zwischen dem feuchten Norden und dem trockeneren Süden liegen starke Klima- und Höhenstufen, die sich direkt in Landschaft und Vegetation zeigen.
- Fläche: Ca. 2.034 km²
- Hauptstadt (Insel): Santa Cruz de Tenerife
- Bevölkerung: Ca. 961.000 Aktuelle Werte nach Stichtag bei ISTAC abrufbar
Geologische Geschichte
Teneriffa ist geologisch kein "einfacher Kegel", sondern ein Verbund aus älteren Massiven (Anaga und Teno) und dem jüngeren Zentralvulkan-System um Las Canadas und den Teide. Diese Mehrphasigkeit erklärt die großen Kontraste: Steilküsten und tiefe Barrancos in alten Zonen, dazu relativ junge Lava- und Aschelandschaften im Zentrum. Offizieller Überblick zu tektonischem Rahmen, Seismizität und Vulkanismus: Instituto Geografico Nacional (IGN) - Canarias
Gesellschaft und Geschichte
Die indigene Bevölkerung, die Guanchen, prägte Teneriffa bis zur kastilischen Eroberung (1496). Danach entwickelte sich die Insel als Knotenpunkt aus Handel, Landwirtschaft und später Tourismus, mit einem deutlichen Stadt-Land-Gefalle zwischen Küstenräumen und höher gelegenen Zonen. Ein historisches Kernzeugnis ist La Laguna als UNESCO-Welterbe: UNESCO - San Cristobal de La Laguna
Natur: Flora und Fauna
Die Insel reicht von Küstentrockenräumen über thermophile Buschzonen bis in kanarische Kiefernwälder und hochalpine Vulkanvegetation. Typisch sind endemische Hochlagenpflanzen im Teide-Raum und Nebelwald-Relikte in den Passatzonen. Der Teide-Nationalpark ist dabei ein Schlüsselraum der Hochgebirgs- und Vulkanokologie: MITECO/OAPN - Parque Nacional del Teide
Naturschutz
Besonders geschützt sind Hochlagen (Teide-Nationalpark) sowie Teile des Nordostens, darunter Anaga als UNESCO-Biosphärenreservat. Diese Schutzkulisse ist praktisch relevant, weil Nutzung, Verkehr und Erholung an Engstellen aufeinander treffen. UNESCO MAB - Macizo de Anaga